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Der Energieausweis
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Der Energiepass
Quelle:
Deutsche-Energieagentur GmbH (DENA)
energiepass energieberater
Wie viel Primärenergie verbraucht mein Haus im Jahr?

Der Energieverbrauchswert eines Gebäudes wird in Kilowattstunden pro Quadratmeter beheizter Fläche und Jahr beschrieben
[ kWh/(m²a) ] .

whenever europe
Kilowattstunde ist eine Energiemenge, die bei der Verbrennung von Brennstoffen
(Heizöl, Erdgas, Holz oder Kohle) als Heizwert freigesetzt wird.


Heizwerte ausgewählter Brennstoffe:
(in der
jeweils gängigen Mengenbezeichnung)
Heizöl EL (extra leicht)   10,0        kWh pro Liter

Erdgas H                      10,0         kWh pro Kubikmeter

Pellets                           5,0         kWh pro Kilogramm   

Holz (trocken)                4 - 5        kWh pro Kilogramm  (je nach Holzart)

Koks                              8,0         kWh pro Kilogramm

Verbrauch errechnen:
Beispiel: Wohngebäude mit 2 WE a' 160 m2 beheizter Fläche und 8.000 Liter Heizölverbrauch im Jahr


1.) Multiplizieren Sie Ihren Verbrauch ( z.B. 8.000 Liter Heizöl pro Jahr) mit dem      zugehörigen Heizwert (Heizöl: 10 kWh) und Sie erhalten den Wert
Kilowattstunden pro Jahr [ kWh/a ]  [ 80.000 kWh/a ]
2.)  Diesen Wert dividieren Sie durch die Anzahl der (wirklich) beheizten Quadratmeter (Beispiel: 2 DHH mit einer Heizung ~ 320m2) und Sie erhalten:
Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr [ kWh/(m²a) ]
[Beispiel: 250 kWh/(m2a)  ~  " 25 Liter-Haus"]
Der von Ihnen errechnete Wert ist der Endenergieverbrauch des Gebäudes.

Je nach Energieträger wird
zwischen Primärenergie, Endenergie und Nutzenergie unterschieden.
Bei der Bereitstellung von Raum- und Warmwasserwärme werden drei Formen der Energie betrachtet.
(hier zum Beispiel Heizöl)
  1. Nutzenergie     (Wärme im Gebäude und Warmwasser)
  2. Endenergie      (Heizöl im Tank)
  3. Primärenergie (Rohöl am Bohrloch)
  • Die Nutzenergie ist die Wärmeenergie im Gebäude und beschreibt, wie viel Nutzwärme die Heizung aus der Endenergie erzeugt (vor allem bestimmt durch den feuerungstechnischen Nutzungsgrad und die Speicher- und Verteilverluste des jeweiligen Heizungssystems), abzüglich die internen Gewinne, wie Abwärme elektrischer Geräte und die solaren Gewinne (passiv durch Einstrahlung und aktiv durch eine Solaranlage) sowie - last but not least - die Wärmeabgabe der Bewohner selbst (100 - 150 Watt pro Person).
  • Die Endenergie ist der Energieinhalt eines Energieträgers am Ort vor der Verbrennung oder Nutzung und der Wert den Sie bezahlen. (Heizöl im Tank, Erdgas aus der Leitung, Holz geschichtet oder als Pellets im Lager und auch Strom, der durch den Zähler fließt).
Die Differenz zwischen Nutz- und Endenergie beschreibt vor allem die Effizienz des Heizungssystems.
  • Die Primärenergie ist der Energieinhalt eines Energieträgers am Ort der Förderung oder Gewinnung (Rohöl und Erdgas am Bohrloch, Holz im Wald, Kohle im Bergwerk vor der Umwandlung zu Strom im Kraftwerk).
Die Differenz zwischen Primär- und Endenergie sind die Energieverluste, die bei Transport, Umwandlung und Aufbereitung entstehen. Diese sind vor allem bei elektrischem Strom sehr hoch, weil die Verluste der Erzeugung im Kraftwerk zwischen 50% und 70% liegen. Hintergrund ist der thermodynamische Kreisprozess, der aus Wärme elektrischen Strom erzeugt. Aus diesem Grund ist die Rück-Erzeugung von "wertvoller" elektrischer Energie in Wärme nur in perfekt geplanten Anlagen und Gebäuden sinnvoll.

Diese Differenz ist der Primärenergiefaktor, der in der DIN 4701-10 Teil C für Deutschland festgelegt ist.

ausgewählte Primärenergiefaktoren:

       Heizöl EL (extra leicht)         1,1   
(also 10 % Verlust zw. Bohrung und Tank)
       Erdgas H                               1,1

       Holz                                      0,2 *   (auch Pellets)
       Steinkohle                            1,1
       Strom (Mix-Deutschland)      2,7 **

* Werte unter Null beschreiben den  erneuerbaren Anteil an Energie, da das bei der Verbrennung entweichende Kohlendioxid, von der nachwachsenden Biomasse wieder gebunden wird. Der verbleibende Anteil am Faktor ist das CO2, das durch Sägen, den Transport oder die Aufbereitung erzeugt wird.
** In der neuen ENEV 2007 wird der Wert von 3,0 auf 2,7 reduziert. Hintergrund sind verbesserte Kraftwerke und gute Lobbyarbeit.

Warum Primärenergie?

Der Energieausweis soll Transparenz und Vergleichbarkeit der einzelnen Gebäude erzeugen. Der Primärenergiewert bezieht (neben Transmissions- und Lüftungswärmebedarf) sowohl den Energieträger, als auch die Effizienz des Heizungssystems mit ein und schafft Vergleichbarkeit (z.B. zwischen einer Ölheizung und elektrischer Wärmepumpe).

Primärenergieverbrauch berechnen:
3.)  Multiplizieren Sie den Endenergieverbrauch
(im Beispiel: 250 kWh/(m2a) mit 1,1 für Heizöl) mit dem Primärenergiefaktor und Sie erhalten den
spezifischen Primärenergieverbrauch  275 kWh/(m2a)
Anmerkung:
Der von Ihnen errechnete Wert wird höchstwahrscheinlich von dem des Energieausweises etwas abweichen, da die beheizte Fläche (AN)* mit normierten Faktoren beaufschlagt wird. Der Grund ist eine möglichst weitgehende Vereinheitlichung zur besseren Vergleichbarkeit.
*AN ist 0,32 x Gebäudevolumen; bzw 1,2 mal der beheizten
Fläche (je nach Art des Ausweises)


Farbverlaufsskala zur Darstellung des Primärenergiewertes im Energieausweis

Bildquelle: Deutsche-Energie-Agentur (dena)
die Texte an den Pfeilen unter der Farbskala sind Beispiele für (v. links n. rechts):
KfW-40-Haus  
KfW-60-Haus  
EnEV-MFH-Neubau  (Energie-Einspar-Verordnung im Mehrfamilienhaus-Neubau)
Teilmodernisiertes MehrFamilienHaus
Teilmodernisiertes EinFamilienHaus
Nichtmodernisiertes MFH


weitere Vergleichs- und Anhaltswerte:
  • Passivhaus 30 [ kWh/(m²a) ]  (und weniger).
  • Bestandsdurchschnitt in Deutschland liegt bei 300 [ kWh/(m²a) ] - der sich problemlos halbieren ließe.

Internetlinks und Querverweise:
KfW-Förderbank vergibt Kredite für Neubau, Modernisierung und energetische Sanierungen bzw. setzt Standards (KfW-40 o.ä.) voraus, um Sonderkonditionen zur erhalten.

unsere Zusammenstellung des aktuellen KfW-Programms zur energetischen Sanierung:    CO2 - Gebäudesanierungsprogramm


siehe auch: Alles zum Thema Energieausweis

Dipl.-Ing. (FH) Alexander Loerbroks von  SolarMio

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